Aktuelle Projekte


Überblick der laufenden drittmittelfinanzierten Projekte des Lehrstuhls:


K4 - Ein DFG-Forschungsprojekt über Komplexität, Kompetenz, Klebrigkeit und Konversionen
Ziel des Projektes ist es, ein empirisch untermauertes Wissenstransfermodell zu erstellen, welches die Konversionsdauer anhand der Variablen Aufgabenkomplexität, Bearbeiterkompetenz und Wissensklebrigkeit beschreibt und für Produktentwicklungsprozesse verwendbar macht. Die Anwendung für Prozessptimierungen erfolgt am Anwendungsbeispiel des Produktentwicklungsprozesses und wird ebenfalls empirisch untermauert.




BMBF-Verbundprojekt "Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft. Das Deutsche Internet-Institut"
Die Aufgabe des Weizenbaum-Instituts für die vernetzte Gesellschaft ist es, aktuelle gesellschaftliche Veränderungen, die sich im Zusammenhang mit der Digitalisierung abzeichnen, zu untersuchen und künftige politische und wirtschaftliche Handlungsoptionen zu skizzieren.
Der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Prozesse und Systeme ist verantwortlich für die Forschungsgruppe 7 „Bildung und Weiterbildung in der digitalen Gesellschaft“. Relevante Forschungsschwerpunkte sind dementsprechend die Möglichkeiten zur Gestaltung digitaler Sebstlernangebote sowie die Vermeidung der Entwertung beruflicher Qualifikationen und Fähigkeiten von bestimmten Beschäftigtengruppen, die Unterstützung der Aufwertung beruflicher Qualifikationen und die Vorgehensweisen in Schulen bei der digitalen Bildung im Unterricht. Diese werden mithilfe empirischer und technisch-konstruierender Methoden adressiert, wie z.B. die Erhebung und Analyse der Dimensionen der digitalen Bildung in den Schulen sowie die Konzipierung individualisierter und gruppenbasierter Lehr- und Lernszenarien für Unternehmen mit Erprobung in der Laborumgebung des Forschungs- und Anwendungszentrums Industrie 4.0.






BMBF-Verbundprojekt RegioDiskurs Bioökonomie (DiReBio):
Methodik, Infrastruktur und flächendeckende Initiierung für Diskurse zur Entwicklung lokaler Zukunftsstrategien zur Bioökonomie

Der bioökonomische Wandel bezeichnet die weitreichende Ablösung von fossilen Rohstoffen (Baustoffen, Energie usw.) durch nachwachsende Rohstoffe. Unterschiedliche Stakeholder einer Region entwickeln auf der Grundlage von Bewertungen bioökonomischer Entwicklungen unterschiedliche Szenarien. Durch den regionalen Bezug werden der Bevölkerung und den Unternehmen ganz konkret aufgezeigt, welche Veränderungen, Ursachen, Chancen und Risiken für sie durch den bioökonomischen Wandel von Bedeutung sind. Eingesetzt werden angepasste Methoden aus der Systemanalyse, haptische Methoden der Ideenentwicklung und Schulungsformate zur Bioökonomie (BioLab, integrierte Events). Die erarbeiteten Zukunftsmodelle werden in Folgeschritten in ein regionales, strategisches Zukunftsmodell zur bioökonomischen Gesellschaft zusammengestellt, aus welchem konkrete lokale Maßnahmen abgeleitet werden. In diesem Projekt wird dieser Diskursprozess entwickelt und angwendet in Gemeinden in Brandenburg angewendet. Zusätzlich wird die Wirksamkeit einzelner Formatkonfigurationen, Anreizsysteme, Methoden und Kommunikationskanäle auf die Beteiligung von Bürgern und Organisationen empirisch untersucht.





DFG-gefördertes Projekt zur Reihenfolgeplanung in der Werkstattfertigung 
durch systematische Lösungsraumnavigation

Das Forschungsgebiet des Job Shop Schedulings befasst sich mit der Suche nach einer effizienten Reihenfolge von Aufträge zur Erstellung eines Maschinenbelegungsplanes. Dafür werden Arbeitsaufträge den begrenzt verfügbaren Produktionsressourcen unter verschiedenen Ziel- und Nebenbedingungen zeitlich zugeordnet. Dieses Projekt erarbeitet Ansätze und Potenziale, um durch eine problemadäquate Repräsentation und Systematisierung des Lösungsraumes eine problemadäquate Navigation durch den Lösungsraum zu ermöglichen. Dadurch können Muster für gute und schlechte Lösungen effizienter und effektiver erkannt und beschrieben werden, sodass das Durchwandern des Lösungsraumes durch iterativ verfeinerte Navigationsstrategien bewusst gesteuert werden kann.





Adaptive Spielifizierung im KVP (ASiK)

Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Anwendung eines Spielifizierungskonzeptes für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), das sich adaptiv an die individuellen Bedürfnisse der Nutzer anpasst. Es werden akute Probleme, wie z.B. die sinkende Beitragsqualität und -quantität sowie hohe Kosten im Zeitverlauf aufgegriffen und gelöst. Durch den Einsatz von Spielifizierungselementen werden die intrinsische Motivation und das Engagement der Mitarbeiter erhöht, wodurch KMUs das Mitarbeiterpotenzial für den KVP effizienter nutzen können. Im Rahmen des Verbundprojektes des Lehrstuhles für Wirtschaftsinformatik, insb. Prozesse und Systeme an der Universität Potsdam sowie dem Forschungsinstitut Unternehmensführung, Logistik und Produktion der TU München soll ein Prototyp welcher KMU zugänglich gemacht wird erarbeitet werden.





ProMUT - Nachhaltigkeitsmanagement 4.0 - Transformative Potentiale digitalvernetzter Produktion für Mensch, Umwelt und Technik

Durch die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung der Produktions- und Verarbeitungsprozesse beginnt derzeit für die klassische Industrieproduktion eine Phase fundamentaler Transformation. Dabei wird neben der Vernetzung auch die Integration von realer und digitaler Welt vorangetrieben. Während sich der Diskurs vor allem auf konkrete technische Lösungen, Verbesserung von Produktivität, ökonomische Vorteile sowie politische Rahmenbedingungen fokussiert, spielen Nachhaltigkeitsaspekte - vor allem der ökologischen Dimension - bisher eine untergeordnete Rolle.
Die Nachwuchsgruppe ProMUT hat sich zur Aufgabe gestellt, mögliche Auswirkungen von Digitalisierung und Vernetzung der Industrieproduktion auf das Nachhaltigkeitsmanagement von Unternehmen zu untersuchen - unter Integration von (sozio-)technischen und sozialökologischen Aspekten. Zielstellung des Teilprojekts am LSWI ist es, die Mensch-Maschine-Interaktion auf Basis der neuen Anforderungen aus Industrie 4.0 heraus neu zu gestalten. Dabei stehen die Verhinderung einer Überforderung des Bedieners, die aufgabenangemessene Verfügbarmachung von Information, die Steigerung der Mobilität des Bedieners sowie dessen Technologieakzeptanz im Vordergrund.


letzte Änderung: 09/19/2018 11:36:46 AM nach oben
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Evgenij.Nazarenus[at]wi.uni-potsdam.de