Wissen, Lernen, Bilden


Unsere Vision

Im Kern der Aufnahme von Wissen, die im Rahmen von Lehr- und Lernprozessen und von Bildungsabläufen stattfindet, steht die Vermittlung von Inhalten durch einen Lehrenden oder Experten an einen Lernenden oder Informationssuchenden. Dieser Transformationsvorgang wird durch zahlreiche Faktoren beeinflusst, etwa durch die mentalen Modelle sowie durch weitere individuelle Eigenschaften der Lehrenden und Lernenden, durch die Art der Übertragungswege und -mechanismen, durch technische Einflüsse, durch organisatorische Lernbarrieren sowie durch Differenzen in den kulturellen Hintergründen.

Der Transfer und die Aufnahme von Wissen wie auch die beeinflussenden Faktoren stehen im Mittelpunkt der Forschungsanstrengungen der Forschungsgruppe Wissen, Lernen, Bilden. Ein besonderer Schwerpunkt bilden die Mechanismen zur Wissensvermittlung im organisationalen Kontext und ihre Wirkung auf den Lernenden, mit dem Ziel, ihre Effizienz zu steigern. Dabei gewonnene Erkenntnisse werden genutzt, um Lehr- und Lernprozesse auf Gruppen- und Organisationsebene erfolgreich zu gestalten.

Unser Erkenntnisobjekt sind Erwachsene in dem organisationalen Umfeld von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Ein besonders aktueller Kontext für unsere Forschung ist die Digitalisierung. Digitale Technologien und das Internet beeinflussen alle Bereiche des Lebens und stellen grundlegend neue Anforderungen an die Bildung und Weiterbildung. Auf der einen Seite werden neue Technologien wie computergesteuerte Maschinen, Fabrikautomation, CPS als Ersatz für Arbeiter eingesetzt. Auf der anderen Seite haben Big Data-Technologien oder Hochgeschwindigkeitskommunikation die Nachfrage von Mitarbeitern mit speziellen Fachkenntnissen erhöht. Im Allgemeinen verändern sich die Anforderungen an die Fachkräfte sowie die Qualifikations- und Kompetenzanforderungen. Die entsprechende Kompetenzvermittlung beginnt bereits während der Schul- und der Hochschulbildung und wird innerhalb der Aus- und Weiterbildung fortgesetzt. Je nach Bildungshintergrund, Alter und Nutzungserfahrung müssen praktische Nutzungskenntnisse, technisches Hintergrundwissen oder soziale Folgenabschätzung vermittelt werden, wobei Ungleichheitspotenziale erkannt werden müssen und diesen entgegengewirkt werden muss.

Neben der Betrachtung von Wirkmechanismen bei der Übertragung von Wissen bei Lehrenden und Lernenden steht die Weiterentwicklung der Modellierungssprache Knowledge Modeling and Description Language im Mittelpunkt der Arbeiten. Ebenso wird weiter an der Operationalisierung kultureller Einflüsse bei Lehrenden und Lernenden gearbeitet.

Unsere Stärken

Modellierung von wissensintensiven Prozessen mit der Knowledge Modeling and Description Language
Kommunikation, Kultur, Kompetenzmanagement
Innovationsmanagement und Open Innovation
Wissensintensive Geschäftsprozesse
Produktpiraterie und Umgang mit schutzenswerten Wissen und Informationen


Ansprechpartner

Vladova, Dr. rer. pol. Gergana

letzte Änderung: 12/04/2018 10:33:58 PM nach oben
Kontakt:
gergana.vladova[at]wi.uni-potsdam.de